Gieß in meine Seele deine,
meine hast du längst getrunken,
wie im frühen Morgensonnenscheine
untergehn der Sterne Funken:

Dass mit wonnevollen Schmerzen
gleiche Flammen uns durchwühlen!
Dass wir beide tief im Herzen
eines Blutes Pulsschlag fühlen!

Robert Prutz (1816-1872)

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Stille Gedichte

Es gibt eine Art von stillen Gedichten,
die nichts erfinden und nichts berichten,
die wie mit schlanken, blassen, weichen
Fingern über die Stirn dir streichen,
die wie ein Hauch mit zagem Wehn
träumend öffnen der Seele Türen
und schwebend durch deine Seele gehn,
Worte hauchend im Verwehn,
die dich jählings zu Tränen rühren.

Hugo Salus (1866-1929)

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