Pfingsten!

Ein Wort, das seinen Zauber
auf das menschliche Gemüt üben wird,
so lange noch ein Baum blüht,
eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt
und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht.
Ein Wort, dessen Klang selbst unter der
härtesten Eiskruste des Egoismus,
unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen,
das in Leid und Kummer erstarrt ist,
noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann.

Eugenie Marlitt (1825 – 1887)

*

Zu Pfingsten sang die Nachtigall
nachdem sie Tau getrunken;
die Rose hob beim hellen Schall
das Haupt, das ihr gesunken!

Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Ich wünsche ALLEN schöne Pfingsten!

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