Die Schönheit einer Blüte,
ihre Farbe, ihr Duft,
die zarten, fast durchscheinenden Blätter –
ein Hauch,
verletzlich.
Wahre Schönheit
schließt Vergänglichkeit ein
und gibt doch eine Ahnung
von der Ewigkeit,
dem Beständigen,
ohne dass sie nicht wäre.

Wie oft habe ich gewünscht,
einen Augenblick meines Lebens
für immer festhalten zu können!
Die Uhren anhalten,
den Lauf der Zeit unterbrechen,
damit alles so bleibt,
wie es mir lieb und vertraut ist.

Das Leben kann niemand anhalten,
so wenig wie einen Fluss
oder die Wellen des Ozeans.
Der Fluss ist nicht mehr, was er war,
wenn sein Wasser zu fließen aufhört.
Das Leben erstarrt,
wenn man es festhält.

Meine Seele ist so lebendig,
dass sie nirgendwo anhaften
oder sich ausruhen will.
Immer flieht sie
aus den unendlichen Formen der Welt,
um im Ewigen, Unbegrenzten
zu Hause zu sein.

(aus dem ZEN-Buddhismus)

*

Seele des Menschen,
wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
wie gleichst du dem Wind.

Johann Wolfgang von Goethe

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